Prof. Dr. med Rainer Weber Arzt für HNO-Heilkunde | Nasennebenhöhlen  |  Allergologe  |  Plastische Operationen

Erkrankungen der Nase und Nasennebenhöhlen

Anatomie

Die Nasenscheidewand teilt die Nasenhöhle in eine rechte und linke. Bei etwa ¾ aller Menschen ist die Nasenscheidewand nicht exakt in der Mittellinie, sondern nach einer Seite „schief“ was jedoch meistens keine Beschwerden verursacht. Eine Korrektur dieser Verbiegung der Nasenscheidwand ist nur notwendig wenn hieraus Beschwerden bestehen.

Die seitliche Nasenwand wird durch drei Nasenmuscheln aufgeworfen, die aus einem Knochenkern und einen diesen umgebenden Schleimhautmantel bestehen.

Endoskopischer Blick in die linke Nasenhöhle mit Nasenscheidewand (1),
 
Endoskopischer Blick in die linke Nasenhöhle mit Nasenscheidewand (1), 
unterer Nasenmuschel (2) und mittlerer Nasenmuschel (3).

Die untere Nasenmuschel ist wesentlich für die Durchgängigkeit der Atemluft durch die Nase. Die mittlere Nasenmuschel bildet einen Teil des Eingangs zu den Nasennebenhöhlen. Die obere Nasenmuschel beherbergt einen Teil der Riechzellen. Wichtig ist, dass die Schleimhaut der Nasenmuscheln und hier vor allem der unteren Nasenmuschel einen sogenannten Nasenzyklus durchläuft, dass ist ein immer wieder kehrendes An- und Abschwellen der Schleimhaut in einem mehrstündigen Abstand, wobei immer eine Seite abgeschwollen und die andere parallel dazu angeschwollen ist und umgekehrt.

Untere Muschel-nach / vor-nach rechts und links
 
Linkes Bild: Endoskopischer Blick in die linke Nasenhöhle bei angeschwollener Schleimhaut - man sieht nur untere Nasenmuschel; Rechtes Bild: Endoskopischer Blick in die rechte Nasenhöhle (gleiche Zeit) bei abgeschwollener Schleimhaut - man sieht in der Tiefe auch die mittlere Nasenmuschel.

In der Phase der Schwellungsumkehr findet sich eine mittelgradige Anschwellung beider Nasenmuscheln. Die Luftdurchgängigkeit bleibt insgesamt weitgehend gleich und sollte für normale körperliche Aktivität ausreichen. Nur eine beidseitige starke Anschwellung der Nasenmuscheln mit entsprechender Nasenatmungsbehinderung und notwendiger Mundatmung ist als krankhaft einzustufen.

Untere Muschel angeschwollen re und li
 
Paralleler endoskopischer Blick in die rechte und linke Nasenhöhle
mit beidseitiger massiver Anschwellung der Schleimhaut der unteren Nasenmuscheln.

Die Nasennebenhöhlen (NNH) sind luftgefüllte Nebenräume der Nasenhöhle und mit dieser durch enge Verbindungswege verbunden. Es gibt auf jeder Seite 4 NNH: die Kieferhöhle, Stirnhöhle, Keilbeinhöhle und das Siebbeinzellsystem. Die NNH grenzen an die Augenhöhle und die Schädelbasis. Die Kieferhöhle hat enge Lagebeziehungen zu den Oberkieferzähnen, die Keilbeinhöhle zum Sehnerven.

Die Drainage der Nasennebenhöhle erfolgt über enge Kanäle in die Nasenhöhle, von der das Sekret wie auch Verschmutzung aus der Atemluft von draußen über die Flimmerzellaktivität in den Nasenrachen transportiert und von dort verschluckt werden. 

Die Entwicklung der Nasennebenhöhlen erfolgt weitgehend erst nach der Geburt. Bei Geburt ist nur das Siebbein und in ganz geringem Ausmaß die Kieferhöhle vorhanden. Ab dem 4. Lebensjahr beginnt etwa die Belüftung der Stirn- und Keilbeinhöhle. Erst mit dem Erwachsenenalter ist die Belüftung der Nasennebenhöhlen abgeschlossen.

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Eine Übersicht über entzündliche Erkrankungen der Nase und Nasennebenhöhlen und deren Therapie (allergische und nicht allergische Rhinitis, akute und chronische Rhinosinusitis).

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