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Die Bezeichnung Erkältung für einen viralen Infekt der Nasenschleimhaut oder oberen Atemwegsinfekt kommt daher, dass die Erkrankung häufiger in der kalten Jahreszeit auftritt und eine Abkühlung der Nasenschleimhaut zu einer vermehrten Empfindlichkeit und Anfälligkeit gegenüber diesen viralen Infekten führt.
Das klinische Bild ist gekennzeichnet durch Juck- und Niesreiz in der Nase, gefolgt von einer wässrigen Nasensekretion in den ersten Tagen mit einer Nasenatmungsbehinderung und einem unterschiedlich ausgeprägten Druckgefühl im Kopfbereich. Nach einigen Tagen lässt die wässrige Nasensekretion nach, das Sekret wird gelblich (eitrig), wobei die gelbe Farbe von dem im Abwehrkampf sterbenden Fresszellen sowie weiterem toten Zellmaterial herrührt. Die eitrige Sekretion als solche ist damit nicht zwangsläufiger Ausdruck einer mit Antibiotika behandlungsbedürftigen Erkrankung. Nach etwa einer Woche lassen die Symptome deutlich nach, wobei der Verlauf durchaus auch bis zwei Wochen andauern kann. Die Veränderungen in der Tiefe der Schleimhaut dauern bis zu 6 Wochen, bis sich diese vollständig zurückgebildet haben.
Länger dauert eine Empfindlichkeit in der Nasenschleimhaut an, die sich dadurch ausdrückt, dass beim abendlichen Hinlegen die Schleimhaut vermehrt anschwillt, mit der Folge einer Nasenatmungsbehinderung, obwohl die sonstigen Schnupfensymptome abgeklungen sind. Hierbei ist es wichtig, nicht durch die Einnahme abschwellender Nasentropfen eine sogenannte Gewöhnung der Schleimhaut und einen medikamentösen Schnupfen zu verursachen. Hilfreich können hier Salzspülungen, ggf. auch ein Kortisonspray sein.
In gleicher Weise verbleibt bei einer stattgehabten Bronchitis häufiger ein Husten beim Einschlafen oder während der Nacht als Ausdruck einer vermehrten Empfindlichkeit nach durchgemachtem Infekt. Hierfür empfehle ich das Lutschen eines zuckerfreien Bonbons oder einer Pastille bzw. man sollte sich ein Glas Wasser oder ungesüßten Tee auf den Nachttisch stellen und bei entsprechendem Husten in kleinen Schlucken trinken, da man parallel nicht Husten und Trinken kann, so dass durch das ständige Trinken der Hustenreiz abklingt.
Eine chronische Rhinitis ist durch lang dauernde oder bleibende Symptome gekennzeichnet, wobei dies vor allem eine chronische wässrige Nasensekretion oder eine Nasenatmungsbehinderung ist. Ursachen sind vor allem Allergien oder eine unspezifische nicht allergische Überempfindlichkeit.
Bei der chronischen Nasennebenhöhlenentzündung ( chronische Rhinosinusitis = CRS) sollten mindestens zwei der folgenden Symptome über mehr als 12 Wochen vorliegen:
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Nasenatmungsbehinderung,
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Vermehrte nasale Sekretion (vordere oder hintere Nasensekretion),
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+/- Gesichtsdruck- oder Schmerz,
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+/- Geruchsminderung.
Gleichzeitig ein pathologischer Endoskopiebefund
und/oder

Abb: CRS Kammer
Die CRS ist keine einheitliche Erkrankung, sondern ein Sammelsurium verschiedener Krankheiten, die teilweise mit der Ausbildung von Nasenpolypen einhergehen
(siehe Abb. CRS Kammer). Folgende Faktoren gelten als bedeutsam in der Entstehung einer chronischen Nasennebenhöhlenentzündung:
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Die Drainagebehinderung (Obstruktion), wobei sich hieraus die moderne Therapie der Nasennebenhöhlenchirurgie entwickelt hat, in dem die Drainage der Nasennebenhöhlen verbessert wird ohne die Schleimhaut radikal zu entfernen.
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Ein chronisch entzündliches Geschehen, dessen Ursache nicht bekannt ist.
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Allergien kommen bei chronischer Nasennebenhöhlenentzündungen häufiger vor, wobei deren Bedeutung letztlich noch unklar ist. Allerdings ist deren Therapie zur Minderung der vorliegenden Entzündung sinnvoll. Wenn möglich sollte hierbei eine Immuntherapie gegen die klinisch wichtigen Allergene erfolgen. Bei Nahrungsmittelallergien kann eine Ernährungsumstellung hilfreich sein.
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Die Pilztheorie als Ursache der chronischen Sinusitis ist mittlerweile nahezu verlassen worden, jedoch kommen Pilzerkrankungen als allergische Pilzsinusitis, als Pilzball oder als eosinophile Pilzsinusitis vor. Die Bedeutung bakterieller Faktoren z. B. von Staphylokokkus aurius wird derzeit intensiv untersucht. Zahnbedingte Kieferhöhlenentzündungen verlangen oft die Drainageverbesserung der Kieferhöhle über den natürlichen Ausführungsgang, auch wenn der verursachende Zahn saniert wurde.
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Anatomische Faktoren wie eine ausgeprägte Verbiegung der Nasenscheidewand oder Veränderungen in der Siebbeinanatomie kommen zwar nicht häufiger bei kranken wie gesunden Menschen vor, können im Einzelfall jedoch eine Nasennebenhöhlenproblematik verursachen.
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Die Einflüsse von Umwelt- oder Luftbelastung sind bisher nicht klar definiert. Wenn Einflüsse im Einzelfall offensichtlich sind, sollte eine entsprechende Umstellung erfolgen.
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Schlechte Zähne können eine akute oder chronische Kieferhöhlenentzündung auslösen, da die Zahnhälse einiger Oberkieferzähne eine enge Lagebeziehung zur Kieferhöhle haben oder in die sie hineinragen können. Bei Entzündungen im Wurzelbereich kann es zu entsprechenden Kieferhöhlenentzündungen kommen so dass einerseits die Zähne saniert werden müssen, andererseits oft eine eigenständige Therapie der Kieferhöhlenentzündung durch den HNO-Arzt notwendig ist.
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Eine Nasennebenhöhlenentzündung selbst greift normalerweise nicht auf die Zähne über.
Eine chronische Nasennebenhöhlenentzündung führt zu einer deutlichen Beeinträchtigung des Allgemeinbefindens, löst jedoch üblicherweise keine schwerwiegenden Komplikationen aus. Im Einzelfall ist jedoch durch die Nähe der Augenhöhle, des Sehnervens und der Hirnhaut eine Auswirkung möglich. Auch eine Auftreibung des äußeren Nasengerüstes durch den Polypendruck ist in Einzelfällen möglich.
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